Einen Runden muss man groß feiern – und wenn noch ein anderer Geburts- oder Gedenktag dazu kommt, dann erst recht. So ergab sich, dass das 30-jährige Jubiläum von Besucherbergwerk und Museum Zinngrube zusammen fiel mit dem 6. Geburtstag unserer Welterberegion und dem Tag des Bergmannes.
Doch wie soll man planen, wenn im Staat und Bundesland das Geld knapp und die Zeiten ungewiss sind? Wie soll man etwas auf die Beine stellen, was all den Anlässen, dem Ort, der Tradition, der Geschichte und den Menschen gerecht wird?
Manchmal gibt es in einer komplizierten Lage auch eine einfache Antwort: Zusammen.
Nahezu 800 Besucher aus nah und fern haben wir an diesem Sonntag auf dem Sauberg gezählt. Bergmänner und -frauen im Habit trafen auf neugierige Kinderaugen, altes Handwerk wechselte sich ab mit modernem Tanz, traditioneller Musik und Worten des Gedenkens. Und auch wenn das Festzelt bald wieder abgebaut ist und der Rasen sich von all den Füßen glättet, die darüber liefen – als Erinnerung an diesen Tag und vieles mehr bleibt uns hoch über der Stadt das Zeichen eines erfolgreichen Weltrekordversuches. Das geklöppelte Steigerlied ist dabei mehr als ein Kunstwerk. Es ist und setzt ein Zeichen: Für das Weiterleben von Traditionen, Heimatverbundenheit und Zusammenhalt.
Wir danken an dieser Stelle allen, die es möglich machten, dass wir diesen Tag mit so vielen Gästen so freudig und hoffnungsvoll begehen konnten: der Stadtverwaltung Ehrenfriedersdorf, insbesondere Bürgermeisterin Silke Franzl, Maria Emmrich, Thomas Schmidt und Matthias Haase, sowie den Mitarbeitern des Bauhofes.
Für die umfassende Versorgung mit Speis und Trank geht unser herzlicher Dank an die Privatbrauerei Specht, die Bäckerei & Konditorei Nönnig, das Eiscafé Ehrenfriedersdorf, die Schmalzbäckerei Weigelt, die Sauberg Klause und die Apelino Bar. Durch die vielen fleißigen Helfer der Freiwilligen Feuerwehr Ehrenfriedersdorf und der Berggrabebrüderschaft Ehrenfriedersdorf bleib kein Gast hungrig oder durstig.
Zu einem vielfältigen Programm mit Kunst und Kultur trugen bei: Carl Emanuel Wolff mit einem Workshop (organisiert durch Michael Knauth), die Tanzmädels des Turn-, Tanz- und Leichtathletikverein Ehrenfriedersdorf, die Tanzleit des FV Barbara-Uttmann-Haus Elterlein e.V., das einzigartige Klöppelwerk von Anett Schuster und der Bergmännische Musikverein Ehrenfriedersdorf, der in unterschiedlicher Besetzung den gesamten Tag musikalisch umrahmte.
Den reibungslosen technischen Ablauf verdanken wir DJ Ronny Makeroth. Der Einladung der Berggrabebrüderschaft waren auch in diesem Jahr wieder zahlreiche Bergmanns- und Knappenvereine gefolgt, die zusammen den Bergaufzug und die Gedenkstunde am Oswald-Barthel-Denkmal begingen.
Einblicke in verschiedenes Handwerk gaben der Zinngießer Kurt Wolf und der Bergschmied Gunter Rohlf. Angeleitet von fleißigen Händen aus den Reihen der Zinngrube und Berggrabebrüderschaft konnten unsere Besucher außerdem Edelsteine waschen und selbst Münzen prägen.
Spiel und Spaß für Groß und Klein wurde geboten von Püschmann Entertainment und dem Industriemuseum Chemnitz. Interessante Einblicke in verschiedene erzgebirgische Hobbies gab es an den Infoständen der Erzgebirge Miners und des Modellbauvereines Ehrenfriedersdorf. Einer unserer größten Unterstützer, der Welterbe Montanregion Erzgebirge/Krušnohoří e.V. war zusammen mit dem Förderverein Montanregion Erzgebirge e.V. ebenfalls vertreten.
Ganz besonders danken wir für den Besuch des Landrates Rico Anton und dessen eindrückliche Worte zur Eröffnung des Familientages. Steve Ittershagen, der Geschäftsführer des Welterbe Montanregion Erzgebirge/Krušnohoří e.V., Bürgermeisterin Silke Franzl und unser Betriebsleiter Erik Ahner führten in ihren Grußworten den roten Faden des Zusammenhaltes und der Verbundenheit mit der Region fort. Den krönenden Abschluss fand dieser rote Faden zum Ende des Familientages mit dem Anton-Günther-Nachmittag mit Frank Schubert aus Thum.
Ein herzlicher Dank gilt allen Mitarbeitern der Zinngrube, besonders Steffen Brunner, und dem Zweckverband Sächsisches Industriemuseum und auch den zahlreichen ehemaligen Beschäftigten des Sauberges, die zum Gelingen dieses Jubiläumsfestes beigetragen haben.
Und auch jedem einzelnen Gast, der seinen Weg zu uns auf den Sauberg gefunden hat, danken wir von Herzen. Zusammen feiert es sich einfach am besten.
Möge dieser wundervolle Tag noch lange auf dem Sauberg, in Ehrenfriedersdorf und dem ganzen Erzgebirge nachwirken.
Glück Auf!
Marianne Gropp
(Vermittlung und Öffentlichkeitsarbeit der Zinngrube Ehrenfriedersdorf)

