Eines der Highlights unserer Ausstellung, zu finden im Bereich "Geologie": Die Mineralstufe mit Siderit auf Quarz zeigt eindrucksvoll die Vergesellschaftung von verschiedenen Mineralien in einer Stufe - in der Fachsprache auch als "Paragenese" bezeichnet. Dieser Begriff stammt aus dem griechischen, zusammen gesetzt aus "para" = neben und "genesis" = Entstehung.
Siderit ist eine Eisenverbindung - chemisch korrekt ein Eisencarbonat mit der Formel Fe[CO3]. Es ist auch unter den Bezeichnungen Eisenspat, Eisenkalk oder Stahlstein bekannt. Der französische Mineraloge und Geologe François Sulpice Beudant bediente sich 1832 bei der Benennung dieses Minerals ebenfalls der griechischen Sprache und nutzte den Begriff "Sideros" (σίδηρος) - übesetzt: Eisen.
Mit der Verarbeitung von Siderit konnte die Menschheit nach und nach in die Eisenzeit übergehen - das bis dahin am meisten genutzte Metall war die Bronze, die aus Kupfer und Zinn besteht. Mit dem bronzezeitlichen Bergbau im Erzgebirge beschäftigt sich ein Teil unserer Ausstellung ZINN & SEIN.

