Archiviert: 01.06.2026

Amethyst

Alles ist Quarz: Zumindest in der Mineralogie trifft dies auf viele Verbindungen zu. Unser Objekt des Monats, eine sehr schöne Form dieses Minerals, wurde im Jahre 1994 bei Verwahrungsarbeiten im Sauberg gefunden.

Die chemische Formel von Amethysten, die zumeist als Schmucksteine verwendet werden, ist wie die von Quarz: SiO2 bezeichnet ein Siliciumoxid. Im Falle der Ausprägung aus Amethyst finden sich zudem immer einige Spuren von Eisen (chemisch Fe von ferrum), was zur typischen violetten Färbung führt.

Der Name kommt - wie bei vielen anderen Mineralien auch - aus dem altgriechischen: ἀμέθυστος (amethystos) bedeutet übersetzt „dem Rausche entgegenwirkend“. Dies kommt von den Kräften, die man diesem Stein zuschrieb: vor dem Rausch beim Genuss von Wein sollte er schützen und Wein, der aus Amethystgefäßen genossen wurde, gar nicht erst zum Rausche führen.

Amethyste kommen recht häufig vor, jedoch bergen nur wenige Fundorte solche Stufen, die sich zur Verarbeitung als Schmucksein eignen. Eine ergiebige Fundstelle im Erzgebirge ist die Gegend um Wiesa/Wiesenbad, die schon seit Jahrhunderten bekannt ist. Schon die sächsischen Kurfürsten schmückten sich mit Amethysten aus dem Erzgebirge, und auch in unserem Museumsshop finden sich schöne Stücke aus der Gegend.