Vor genau 35 Jahren lief auf dem Sauberg der "letzte Hunt" über die Schiene, was mit einem großen Festakt begangen wurde, bei dem diese Aufnahme entstand.
Die Wahl dieses Tages für den "letzten Hunt" lässt vermuten, dass der Bergbau auf dem Sauberg nur aufgrund der Wiedervereinigung eingestellt wurde - dies ist jedoch nicht der Fall. Geologische Untersuchungen hatten im Jahre 1979 bestätigt, dass noch 17 Mio. Tonnen Roherzvorräte vorhanden waren - diese hätten bis zum Jahre 2020 abgebaut werden können.
Dies wurde jedoch nicht umgesetzt, da Ende der 1980er Jahre der Weltmarktpreis für eine Tonne Zinn nur bei 8.000 DM lag - die Produktionskosten in Ehrenfriedersdorf betrugen jedoch um die 100.000 DDR-Mark. Eine kostengünstigere Förderung und Produktion von Zinnkonzentrat waren nicht möglich. Daher wurden ab März 1990 konkrete Pläne für die Stilllegung des Bergwerkes umgesetzt.
Das Ende des Bergbaus in Ehrenfriedersdorf bedeutete den Verlust der Arbeitsstelle für 615 Betriebsangehörige. Mit 140 von ihnen wurde im Anschluss an die Schließung begonnen, das Bergwerk zu Verwahren und zu Sichern. Schon sehr zeitig wurde dabei das Augenmerk darauf gelegt, einen Teil des Bergwerkes und auch des übertägigen Geländes für den musealen Betrieb zu erhalten, der am 01. Juli 1995 offiziell aufgenommen wurde.

