Auf der zweiten Sohle im Sauberg kann man es herausfinden: Nähe des Haspelberges, den unsere Erlebnisführungen hinabsteigen zum Tiefen Sauberger Stolln, findet sich diese Stelle - und das, was so blau leuchtet, ist unser Objekt des Monats Juli 2026: Scheelit.
Scheelit ist ein häufig vorkommendes Mineral aus der Mineralklasse Sulfate und chemisch betrachtet ein Calciumwolframat (Formel Ca[WO4]). In reiner Form ist es farblos und durchsichtig - kann aber durch verschiedene Kristallformen, in denen sich das Licht unterschiedlich bricht, sowie Beimengungen von anderen Stoffen verschiedenste Farben annehmen.
Ab der Mitte des 18. Jahrhunderts finden sich erste Erwähnungen des Minerals - oftmals in negativer Form, denn als "weiße Zinngraupen" fand man es oft in der Nähe von Zinn (Kassiterit), es lieferte aber kein Zinn und war wie auch Wolfram schwer zu schmelzen. Im Jahre 1760 wurde erstmals der schwedische Begriff "Tungstein" ("Schwerstein") für das Mineral verwendet.
Den Namen "Scheelit" wählte man schließlich zu Ehren des schwedischen Chemikers Carl Wilhelm Scheele (1742-1786), der sich um die Erforschung vieler Elemente verdient gemacht und auch am späteren Scheelit geforscht hatte.
Im Jahre 1972 sammelte die sowjetische Mondsonde Luna 20 Bodenproben auf dem Mond, in denen unter anderem auch Scheelit nachgewiesen werden konnte.
